Heilpflanzen und ihre Wirkungen
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Arnika zeigt auf vielfache Weise Wirkung. So gehen aus den Blüten gewonnene Produkte gegen Keime vor, lindern Schmerzen und hemmen Entzündungen bei nicht blutenden Wunden. Letzteres gleich gut wie synthetisch hergestelltes Cortison. Auf die Haut aufgetragen wirkt es auch Entzündungs- hemmend nach Insektenstichen. Wichtig: Arnika sollte ̶ ausser als Homöopathisch verdünntes Mittel ̶ nicht eingenommen werden, sonst drohen Vergiftungs- erscheinungen.
Sanddorn ist eine wahre Vitaminbombe. Er enthält bis zu zehnmal so viel Vitamin C wie Zitronen. Ausserdem is er reich an Vitamin B12, was sonst fast nur in tierischen Produkten vorkommt und für die Zellteilung, die Herstellung von roten Blutkörperchen und das Nervensystem benötigt wird.
Salbei ist dank seines ätherischen Öls und seiner Gerbstoffe ein wahrer Tausend- sassa. Denn in Kombination hemmen sie Wachstum und Vermehrung von Viren, Pilzen und Bakterien. Zudem reduzieren sie die Schweissproduktion. Als Tee kann Salbei bei Magenproblemen helfen. Salbeiöl kann zudem die Leistung des Gedächtnisses stärken.

Hirtenschädel wirkt positiv auf die Gefässgesundheit, indem es dafür sorgt, dass sich die Blutgefässe zusammenziehen. Dadurch bleiben sie nicht nur flexibel sondern es beugt auch der Bildung von Krampfadern und Hämorrhoiden vor. Weiter wirkt Hirtenschädel leicht abführend.
Die für die Gesundheit wichtigen Stoffe stecken bei der Nachtkerze in den Samen. Sie enthalten reichlich Öl, das sich unter anderem aus Gamma-Linolensäuren und Linolsäure zusammensetzt. Beide gehören zu den mehrfach ungesättigten Omega-6-Fetssäuren, die vom Körper nicht selbst prodziert werden.
Die Gerbstoffe des Frauenmantels wirken entzündungshemmend, antipakteriell und krampflösend. Zudem treiben sie die Wundheilung voran und können Juckreiz sowie Schmerzen lindern. Die Gerbstoffe des Frauenmantels wirken laut neuesten Erkenntnissen auch gegen Viren wie beispielsweise Herpes simplex, den Erreger des Lippenherpes.Dokumente
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Die Wurzeln der Baldrianpflanze werden schon seit Jahrhunderten bei Schlafstörungen und Nervosität eingesetzt. Auch kann Baldrian antriebsfördernd und beruhigend also stressmildernd wirken. Verantwortlich für den Unterschied ist die Höhe der Dosis: Wird weniger als 200 Milligramm aufgenommen, wirkt Baldrian eher anregend. Soll das Gegenteil erreicht werden, muss die Dosis mindenstens 900 Milligramm betragen.

Huflattich erweist punkto Wundheilung gute Dienste, weil er antiseptisch und entzündungshemmend wirkt. Dafür muss er äusserlich aufgetragen werden. Am bkeanntesten ist Huflattich jedoch für seine Hustenreiz-lindernde Wirkung, die bei den Bronchien ansetzt: so legen die in ihm enthaltenen Schleimstoffe einen dünnen Schutzfilm auf die Schleimhäute, wodurch diese sich beruhigen können.

Spitzwegerich findet man an vielen Orten. Und ds ist gut: Wurde man von einem Insekt gestochen oder ist in ein Brenesselfeld geraten, kann man ihn gleich pflücken, zerreiben und auf die ledierte Stelle auftragen. Denn der Spitzwegerich kühlt und wirkt schmerzlindernd. Doch die Planze wirkt nicht nur ässerlich: Wegen Inhaltstoffen wie Aucubin, Catalpol, Asperulosid, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Kieselsäure und Saponin hilft sie auch bei Reizhusten. Dank dieser wirkt er nämlich reizmildernd und leicht hustenlösend.

Die meisten Menschen verwenden Bärlauch, weil er ihnen gut schmeckt. Doch er wirkt auch antioxidativ, krampflösend und entzündungshemmend. Weiter wird er auch bei stoffwechselbedingten Hauterkrankungen wie diapetischer Ulzera eingesetzt. Laut neuesten wissenschaftlicher Erkennt- nissen verhindert Bärlauch auch, dass sich Cholesterin in den Gefässen ansiedelt. Weiterer Pluspunkt des Knoblauch- und Zwiebelverwandten: Er regt die Verdauung an.

Der latainische Name des Sonnenhuts ̶ Echinacea ̶ dürfte den meisten Menschen wohl bekannt vorkommen. Nach ihm sind zahlreiche Produkte benannt, die das Immunsystem stärken und Erkältungen vorbeugen. Doch die Planze kann noch mehr, zum Beispiel Entzündungen hemmen und die Bildung von neuem Gewebe unterstützen. Sonnenhut wirkt aber auch bei heikleren Erkrankungen. So haben Studien gezeigt, dass er einen Anstieg an weissen Blutkörperchen nach einer Strahlentherapie fördern und sogar Chematherapien unterstützen kann.

Die Melisse ist wie gemacht für die heutige Zeit. Denn ihre ätherischen Öle lösen nicht nur Krämpfe und fördern die Verdauung, sondern sorgen auch für die Entspannung. Dies weil sie helfen, Stress ab zu bauen. Verwendet man Melisse auf der Haut, wirkt sie antipkteriell. Laut Forschung soll Melisse auch die Denkleistung fördern. Weil sie dazu noch die Freisetzung des Neurotransmitters Acetylcholin fördert, kann sie auch Dementen helfen.

Ginkgo ist vielseitig wirksam. Dies vor allem wegen der in ihm enthaltenen Flavonoide, Bilobalide. Erstere schützen die Zellmembrane. Auch letztere können Zellen vor dem Zelltod bewahren und neue Zellen zum Wachstum anregen. Zudem steigern Bilobalide und den Ginkgolide den Blutfluss im Gehirn. Sie werden daher als Schlüsselsubstanzen bei der Behandlung von degenerativen Gehirnerkrankungen wie Alzheimer und Demenz gehandelt und gelten als gut verträgliches Gedächtnisschutzmittel.

Schon im 12. Jahrhundert wurde die Ringelblume als Heilpflanze gehandelt, 2009 war sie Heilpflanze des Jahres, wobei nicht die ätherischen Öle, sondern nur die Blüten medizinisch genutz werden ̶vor allem bei Entzündungen, Wunden und bei Verdauungsbeschwerden. Aufgrund ihrer Wohltuenden Wirklung findet die Ringelblume auch in der Krebstherapie Anwendung. In Form von Salben hilft sie auch bei der Regeneration von durch Strahlentherapie strapazierte Haut bei Brustkrepspatientinnen.
Unbestritten ist aber, dass Basilikum die gleichen Enzyme hat, wie sie in entzündungshemmenden Medikamenten wie Ibuprofen enthalten sind. Basilikum wirkt antibakteriell und kann möglicherweise sogar freie Radikale abfangen. Es wirkt stimmungsaufhellend und klärt den Kopf, wenn dunkle Gedanken darin kreisen. Trotz dieser unbestritten positiven Wirkungen sollte man über einen längeren Zeitraum Basilikum nicht in größeren Mengen einnehmen, sondern das Kraut nur zu Würzzwecken einsetzen.Gewürze und Kräuter
Gewürze und Kräuter werden bereits seit Urzeiten genutzt, um in der Heilung, der Küche und der Kulthandlung Unterstützung zu bieten. Inzwischen hat sich auch die Wissenschaft mit den Kräutern und Gewürzen beschäftigt – mit positiven Ergebnissen. Somit gelten heute auch getrocknete Arzneipflanzen als Bestandteile der Phytotherapie. Und auch im heimischen Umfeld können viele Gewürze und Kräuter als Heilmittel genutzt werden, um unterschiedliche Beschwerden anzugehen oder aber der Gesundheit einfach nur unter die Arme zu greifen.
» Welche Teile einer Pflanze finden Verwendung?
Generell können alle Teile der Pflanze verwendet werden. Hier sind beispielsweise die Blüten der Kamille nutzbar, die Blätter vom Salbei, das Kraut vom Thymian. Auch die Wurzeln sind nutzbar, wie beispielsweise bei der Enzianwurzel. Leinsamen ist als gesundheitlich nützlicher Samen nutzbar, bei der Rinde ist die Eichenrinde als sehr hilfreich bekannt und bei den Früchten einzelner Pflanzen heben sich besonders der Kümmel, der Anis und der Wacholder mit seinen gesundheitlich nützlichen Früchten hervor.
Generell können alle Teile der Pflanze verwendet werden. Hier sind beispielsweise die Blüten der Kamille nutzbar, die Blätter vom Salbei, das Kraut vom Thymian. Auch die Wurzeln sind nutzbar, wie beispielsweise bei der Enzianwurzel. Leinsamen ist als gesundheitlich nützlicher Samen nutzbar, bei der Rinde ist die Eichenrinde als sehr hilfreich bekannt und bei den Früchten einzelner Pflanzen heben sich besonders der Kümmel, der Anis und der Wacholder mit seinen gesundheitlich nützlichen Früchten hervor.
Anis als Heilpflanze bei BauchbeschwerdenAnis ist nicht nur lecker als Kuchengewürz, sondern eignet sich auch hervorragend zur Linderung von Bauchbeschwerden. Gerade Blähungen und Bauchkrämpfe bei Kindern und Säuglingen, kann man mit Anis zu Leibe rücken.
Gewürznelken gegen ZahnschmerzenDurch die keimabtötende Wirkung, hat sich das Kauen von Gewürznelken gegen Zahnschmerzen bewährt. Der Geschmack ist zwar nicht gerade angenehm, die Wirkung dafür aber um so besser.
Rosmarin bringt den Kreislauf in SchwungRosmarin wirkt entzündungshemmend und kann daher vieleseitig als Heilmittel eingesetzt werden. Bei Kreislaufproblemen hilft ein Vollbad mit Rosmarinblättern und bei Muskelkater wirkt eine Einreibung wahre Wunder.
Thymian gegen Husten und MundgeruchThymian hat viele positive Eigenschaften, die ihn als Heilmittel nutzen lassen. Durch die schleimlösende Wirkung bewährt sich Thymian gegen Husten und Bronchitis. Aber auch bei Kopfschmerzen ist dieses Kraut einsetzbar.
Wacholder hat harntreibende WirkungWacholder hat eine harntreibende Wirkung und fördert damit die Durchblutung der Niere. Als Würzmittel in fettigen Speisen bewirkt Wacholder eine bessere Verdauung. Vorsicht ist allerdings in der Schwangerschft geboten.
Salbei als Heilmittel gegen HalsschmerzenHalsschmerzen, Husten, Entzündungen im Rachenraum und Probleme mit dem Zahnfleisch lindern Sie spielend mit einer Gurgellösung aus Salbeiblättern. Wie Sie diese ganz leicht selbst herstellen können, lesen Sie hier.
Enzian bei VerdauungsbeschwerdenEin Enzian-Schnaps nach einem besonders üppigen Essen soll den Magen aufräumen und tut dies auch. Denn im Enzian sind Bitterstoffe, die für eine bessere Verdauung sorgen uind somit das Völlegefühl lindern.
Chili gegen SchmerzenChili ist uns als Würzmittel gut bekannt, hat aber durch den Stoff Capsaicin auch eine schmerzlindernde Wirkung. Ausserdem kann man sich die durchblutungsfördernden Eigenschaften von Chili zu Nutze machen.
Knoblauch als Heilpflanze für den ganzen KörperKnoblauch ist als Heilpflanze fast schon ein Allheilmittel, denn Knoblauch wirkt hervorragend zur Vorbeugung gegen Arterienverkalung. Aber auch als Mittel gegen Haarausfall hat sich Knoblauch bewährt.
Brennnessel & Heilkraut mit grosser WirkungDie Brennnessel ist wegen ihrer schmerzhaften Berührung bei Kontakt nicht besonders beliebt. Als Heilkraut allerdings bewährt sie sich bestens bei rheumatischen Beschwerden, bei Problemen mit der Prostata oder bei Blasenentzündungen.